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Museum


Die schönsten Wanderungen als GoogleKarte oder gpx-Tracks zum download Drucken E-Mail
Weg von der Grube Glasebach zum Bergbaulehrpfad Hellergrund und zurück über das Pingengebiet 
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Von der Grube Glasebach über die schönsten Wege des Unterharzer Teich- und Grabensystems
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Von dem Haltepunkt Glasebach der Selketalbahn zur Grube Glasebach
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Rekonstruktionsarbeiten in der Grube Glasebach Drucken E-Mail
Am Selkestieg im harzgeröder Ortsteil Straßberg liegt das Bergwerksmuseum Grube Glasebach.

Im Schaubergwerk sind freiwillige Helfer unermüdlich damit beschäftigt, Bestehendes zu erhalten und alte Bergmannskunst den Besuchern nahe zu bringen.

So wird im Bereich des Altbergbaus der Grube Glasebach auch anschaulich die Karrenförderung, eine Arbeitstechnik aus dem 17. Jahrhundert, dargestellt. Bei der Karrenförderung verteilt sich die Last teilweise auf das Laufrad. So konnte ein kräftiger Karrenläufer über Laufbretter, die sich auf der Sohle befanden, das Erz fördern.

Die einrädrige Laufkarre des Museums Grube Glasebach war allerdings in die Jahre gekommen und bedurfte einer dringenden Reparatur. So haben die ehrenamtlichen Helfer in vielen Arbeitsstunden nach alten Zeichnungen ein rekonstruiertes Modell hergestellt. Sie haben in der alten Werkstatt und der Bergschmiede auf dem Grubengelände wie vor vielen hundert Jahre alte Arbeitstechniken eingesetzt, um einen originalgetreuen Karren zu erschaffen. Besucher, die in den letzten Wochen das Schaubergwerk besichtigten, konnten die Arbeiten mit verfolgen. So lebten die traditionellen, handwerklichen Tätigkeiten noch einmal auf. Ohne diese fleißigen Helfer wäre der museale Betrieb nicht aufrecht zu erhalten.

In den kommenden Wochen finden immer wieder weitere größere und kleinere Reparaturarbeiten statt, die im übertägigen Bereich zu sehen sind.


 
Der Kalkofen II Drucken E-Mail
Die bewusste Verarbeitung von Kalkstein zu einem vielseitigen Baustoff bzw. zu Düngemittel gehören zu den ältesten und bis heute bedeutendsten technischen Herstellungsverfahren der Menschheit. Bereits im Altertum war die Technik des Kalkbrennens weit verbreitet. Als Brennstoff wurde ursprünglich Holz oder Kohle eingesetzt. Die ersten Brenneinrichtungen waren sogenannte Meiler, während später einfache Feldöfen ohne oder mit Ummauerung eingesetzt wurden.

Im 18. und 19. Jahrhundert standen zwei Kalköfen im Glasebacher Tal, die mit Hilfe von Dr. Christoph Bieberstein als sogenannte Harzer Öfen identifiziert werden konnten.

Ein solcher historischer Kalkbrennofen wurde im letzten Jahr liebevoll von ehrenamtlichen Helfern des Ortes Straßberg in dem Glasebacher Tal aufgearbeitet. Dieser Brennofen war unmittelbar an einem Kalksteinbruch errichtet. Die Kalksteine wurden in den Ofen in Form eines Gewölbes eingesetzt, das den Ofen vollständig ausgefüllt hat. Oftmals wurde der Ofen am Ende mit Lehm abgedeckt. Es wurde von unten ein Holzfeuer gelegt, das solange erhalten wurde, bis alle Kalksteine durchgebrannt waren. Der hier gebrannte Kalk fand seine Verwendung in der Verhüttung des aus den Gruben geförderten Eisenerzes, im bäuerlichen Eigenbedarf sowie im Hausgebrauch. Bei den Restaurationsarbeiten wurde auch eine Ausmauerung am Mundloch eines Wasserlösungsstollen in der Region gefunden. Die Betriebszeit des Kalkbrennofen endete vor ca. 100 Jahren.
 
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Bergbauliche Wasserwirtschaft

Erweiterte sich in einem Bergrevier die Anzahl der Gruben mit immer größeren Tiefen, so waren der Muskelkraft von Mensch und Tier bald Grenzen gesetzt. Technische Hilfsmittel in Form vorerst hölzerner Mechanik kamen zum Einsatz.



Riesige Wasserräder, sogenannte Radkünste, wurden mit Wasserkraft in Bewegung gesetzt. Über Antriebstangen lenkten sie die so gewonnene Energie auf Pumpensätze und Hilfsmaschinen, die das Wasser aus dem Inneren des Berges heraufhoben, in Pochwerken Erze und Mineralien zerkleinerten und sortierten, den Verhüttungsprozeß erleichterten und die Holzgatter der Schneidemühlen antrieben.

 



Die noch vorhandenen Zeugen der frühen Technikgeschichte der bergbaulichen Wasserwirtschaft konzentrieren sich auf den Raum Straßberg-Neudorf. Sie reichen zurück bis ins Jahr 1610 und sind 1992 mit der Bezeichnung
"Flächendenkmal Unterharzer Teich- und Grabensystem"
unter Denkmalschutz gestellt worden.
 
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Geologie

Der Glasebachschacht baute auf dem Straßberg - Neudorfer Gangzug.

Dieser setzt ungefähr 3,5 km westlich von Straßberg ein und erstreckt sich über eine Entfernung von 15 km bis Königerode. Das durchschnittliche Einfallen nach Norden beträgt 45 - 60 Grad. Die Hauptmineralisation besteht aus Fluorit - Quarz - Kalzit. Unregelmäßig treten auf Chalkopyrit - Arsenopyrit - Galenit - Sphalerit - Wolframit - Scheelit - Siderit. In horizontaler Richtung wechselt die Erzfindung der Gangspalten recht auffällig. Taube Zwischenmittel wechseln mit vererzten Partien (sogenannte Linsen). Es wurden Gangmächtigkeiten bis zu 30 Metern beobachtet. Als Nebengestein treten devonische und kulmische Tonschiefer Grauwacken, Grauwackenschiefer und häufig Lamprophyre auf.

 


 
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